Valparaiso  

Nach 2 Tagen Santa Cruz zog es uns weiter , da uns noch 4 Tage in Chile blieben , und wir noch Valparaiso und natürlich Santiago de Chile besuchen wollten . Leider gibt es keine Busverbindung von Santa Cruz nach Valparaiso, so daß wir über Santiago fahren mussten . Kaum waren wir in Santa Cruz am Busbahnhof, wurden wir an der Ausfahrt abgefangen und konnten sofort nach Santiago losfahren. Dort angekommen wechselten wir das Busterminal und weiter gings nach Valparaiso. Da wir schon einen Stadtplan hatten , wussten wir auch wo unser B&B liegt . So fragte Martin Passanten, mit welchem Bus wir dorthin gelangen. Gar kein Thema . EineFrau sagte uns , dass wir mit ihr in den Bus einsteigen sollen . Im Bus kümmerten sich die anderen Mitfahrer darum , uns alles zu erklären und sagten dem Fahrer , wo er anhalten muss um uns aussteigen zu lassen . Perfekt, Valparaiso ist ziemlich steil , und wir wurden zwei Blocks oberhalb von unserer Herberge rausgelassen . Vorne gelb und hinten grün ………. ,das ist Valparaiso, bunte Häuser und Gemälde . Auch gibt es noch die alten Aufzüge von 1883 -1916 . Einen benutzten wir am nächsten Morgen, als wir uns auf den Weg zum Busterminal machten um nach Santiago de Chile zu fahren . 

Santa Cruz -Colchagua Tal

Von Tongoy aus mussten wir zuerst über Santiago de Chile fahren um nach Santa Cruz zu gelangen . Da es schon Nachmittag war , beschlossen wir in Santiago zu übernachten und am nächsten Morgen weiter zu fahren . Das Hostal das wir rausgesucht hatten, lag mitten in Bellavista , direkt am Park San Cristobal . In Bellavista gibt es jede Menge Lokale und das Nachtleben findet hier auch statt . Nachdem wir unserer Gepäck abgestellt hatten , gingen wir essen . Neben uns saß ein junges chilenisches Paar , natürlich nur spanisch sprechend . Doch Google – Translater macht viel möglich und so hatten wir mit den beiden viel Spaß. Am nächsten Morgen machten wir uns bei Zeit auf zum Busterminal, mit der Metro . Ein Belgier der hier lebt , hatte uns erklärt , wie wir zum richtigen Busterminal kommen . Es gibt in Santiago 4 oder 5 Busterminals . Alles klappte prima . Kaum hatten wir unser Busticket, fuhr der Bus auch schon los . Ab ins Colchagua Tal , wo die meisten Rotweine angebaut werden . Unglaublich wie viele Weinberge und Weingüter es in dieser Region gibt.Außerdem gibt es Obstplantagen und Olivenbäume. So langsam werden die Regionen immer grüner. In Santa Cruz angekommen, fragten wir nach dem Weg zu unserem Hostal. Bis zum Plaza D’armas fanden wir ohne Probleme, doch danach wurde es etwas schwierig, weil uns jeder in eine andere Richtung schickte . Außerdem war Sonntag und so gut wie alles geschlossen. Irgendwann gab uns jemand dann die richtige Auskunft und wir wurden fündig. So bezogen wir unsere Pyramide im grünen Garten . Am Abend bekamen wir vom Besitzer Rotwein und Käse und so machten wirs uns gemütlich. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag ein Weingut besuchen , doch Sonntags nur auf Vorresevierung und Montags Ruhetag . Damit war dieser Plan hinfällig . Doch es gibt ja auch noch andere Sachen zu unternehmen. Für was gibts denn die vielen Busse . Da Santa Cruz nicht weit von der Küste wegliegt , fuhren wir mit dem Bus ins Surferparadies Pichilemu . Auf dem Weg zur Küste , konnte  man jede Menge abgebrannte Waldflächen sehen , vor allen Dingen Nadelwälder. In Pichilemu machten wir uns gleich auf an den Strand . Der Wind blies heftig und große Wellen schlugen ans Ufer , und natürlich jede Menge Surfer ,oder dies noch werden wollen. Zum Zuschauen wars auf jeden Fall witzig und ein guter Ersatz für das nicht besichtigte Weingut . 

Tongoy

Mit einem kleinen Bus sind wir von La Serena nach Tongoy gefahren ( nur 1,5 Stunden) . Dort angekommen gefiel es uns sofort. Klein , keine Touristen nur Chilenische Touristen schöne leere Strände. Bei der Busfahrt ist uns ein „Hotel “ aufgefallen, wo wir gleich nach einem Zimmer fragten . 2 ältere Damen hatten alles im Griff . Hotel Agua Marina , 5 Zimmer mit Innenhof. Für jedes Problem hatte Oma Marina eine Lösung. Sie sagte uns auch gleich, dass ihre Tochter ein Lokal am Strand hat , Name Agua Marina. Außerdem dass ihre Enkelin englisch spricht. So quartierten wir uns 3 Tage bei den netten Senoras ein. Am ersten Tag gingen wir erst einmal Fisch essen , an einem Lokal am Strand .und erkundeten den kleinen Ort . Am nächsten Tag gingen wir morgens am gegenüber liegenden Strand spazieren und einmal um die sogenannte Insel ,ein Teil des Ortes der auf einer erhöhten Halbinsel liegt und hauptsächlich aus Ferienhäuser besteht . Zudem ist sie Tsunami Zufluchtsweg . Der letzte Tsunami war in diesem Gebiet vor 1,5 Jahren . Am Abend holten wir uns eine Flasche Wein und setzen uns in den Innenhof von unserem Hotel . Dann kam Ingrid , eine Urlauberin aus Santiago de Chile. Sie setzte sich zu uns und unterhielt sich mit uns , so gut es ging, mit ihrem schlechten englisch,sowie wir mit unsrem schlechten englisch . So erklärte sie uns , dass sie mit ihren 3 Kindern und ihrem Nichtehemann , aber Vater ihrer Kinder , hier im Urlaub ist . Sie blieb so lange sitzen und genoss unseren Wein , bis ihr Nichtehemann zum Essen gehen wollte . Nachdem Frühstück am nächsten Morgen , gingen wir los zum Strand und machten eine Strandwanderung . Außer uns waren eigentlich nur noch Vögel und natürlich Hunde unterwegs. Es war bewölkt , und vor 13 Uhr geht fast niemand an den Strand. Auf dem Rückweg waren dann doch einige Männer mit Netzen im Wasser . Sie sammeln Muscheln. Hier werden alle Sorten Muscheln gegessen . Auf jeden Fall war es herrlich an einem Menschenleeren Strand zu laufen . Am Abend wollten wir unser Hotel bezahlen, leider nur mit Cash . So suchten wir einen Geldautomaten, doch leider gab’s nur einen in Tongoy und der war leer 😐. Oma Marina wusste Rat , rief kurz ihrer Tochter an , und die holte uns mit dem Auto ab zu ihrem Restaurant, wo wir unsere Rechnung mit Karte bezahlen konnten . 

La Serena und Pisco de Elqui 

Nach 12 Stunden Fahrt und einem Frühstück im Bus ( ein Tetrapck Saft und einem Riegel ) kamen wir in La Serena an . Rucksack auf den Rücken und ab auf Hostal suche . War auch schnell gefunden. Natürlich begleitete uns auch Sergio , der eigentlich nach Valparadiso wollte . Nach einer Dusche erkundeten wir La Serena . Es war Sonntag und tatsächlich , so gut wie alles geschlossen. Doch was zum Essen bekamen wir . Das Wetter war so schön, dass wir beschlossen an den Strand zu gehen. Auf gings und es nahm kein Ende . Nach ca. 4 km kamen wir am Strand an . Handtuch an Handtuch, Sonnenschirm an Sonnenschirm. Gigantische Wellen , schwimmen verboten . Hier in Chile sind gerade Ferien und alle Chilenen machen Urlaub am Strand . Dadurch gibt es auch wenig freie Unterkünfte, und die Preise sind recht hoch . Trotzdem blieben wir noch einen weiteren Tag , doch nachdem unser Mexikaner immer noch nicht abreisen wollte und mit uns ein Zimmer teilen wollte ,  beschlossen wir weiter zu reisen . Im Reiseführer laßen wir vom grünen Tal Pisco de Elqui . So beschlossen wir mit dem Bus dorthin zu fahren . Dort wird der Chilenische Pisco hergestellt. Pisco ist ein Traubenschnaps , der als Pisco Sour getrunken wird . Das grüne Tal besteht zu 90% aus grünen Weinbergen umringt von kahlen Bergen . In Pisco angekommen, gings wieder los zur Suche , nach einer Übernachtungsmöglichkeit . Wie gesagt , in Chile sind Ferien und Pisco ist nicht wirklich groß . Nachdem wir schon etliche Absagen hatten, stellten wir uns darauf ein , mit dem Bus wieder zurück zufahren . Waren ja nur 2,5 Stunden Fahrt . Doch dann tatsächlich fanden wir eine Unterkunft , mit Dusche . Da wir durch die Suche nach einer Unterkunft, schon das ganze Dorf kannten , gingen wir noch etwas essen und gönnten uns noch einen Pisco Sour . Am nächsten Morgen beschlossen wir weiter zu reisen . Das kleine Dorf war so voll , dass es uns keinen Spaß machte dort zu bleiben. So fuhren wir zurück nach La Serena und mit dem nächsten Bus nach Tongoi . 

Ein unglaublicher Tag in Antofagosta

Von San Pedro machten wir uns morgens um 10 Uhr mit dem Bus auf nach Antofagosta, 5 Stunden Fahrt. Dort angekommen gingen wir erst einmal aus dem Busterminal . Ein Chilene erklärte uns mit dem Bus in die City zu fahren. So gingen wir über die Straße und warteten auf den Bus. Gleichzeitig kam ein junger Mann und sagte uns , dass er uns von der Salzwüste kenne und unsere spanischen Jungs . Sergio ist Mexikaner und natürlich spricht er spanisch und englisch. So fuhren wir gemeinsam um ein Zimmer zu suchen. Die Passanten im Bus sagten uns irgendwann wir sollen hier aussteigen und so standen wir vor einem Hotel, doch das wollten wir nicht. So machten wir uns auf die Suche nach einem Hostal . Da kam eine Frau mit ihrer Tochter vorbei. Wir fragten sie . Sofort nahmen beide ihr Handy und suchten nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten. Dann ruften sie dort an und fragten nach Preis und freien Zimmern . Endlich hatten sie ein 3 Bett Zimmer gefunden. So wollten wir die Adresse und uns auf den Weg machen , doch die Frau meinte sie kommt mit . Sie hielt einen Bus an und fuhr samt ihrer Tochter, mit uns zu der Unterkunft. Dort angekommen stellen wir unser Gepäck ab , und machten uns wieder auf den Weg in die Stadt, begleitet von Claudia und Valentina . Da wir Hunger hatten , wollten wir essen gehen. Claudia sagte uns , wir gehen dahin wo die Einheimischen essen gehen. Also rein in den Bus und ab zum Hafen . Dort gingen wir in die Fischhalle . Es war schon ziemlich spät , und die meisten Fischstände waren schon beim Aufräumen. Doch die kleinen Lokale hatten noch geöffnet. So aßen wir Fisch und Meeresfrüchte. Wirklich lecker und ziemlich witzige Frauen hinter der Theke. Danach gingen wir in einen Einkaufszentrum auf der Terrasse Kaffee trinken. Inzwischen war schon 8 Uhr abends und wir machten uns auf zum Plaza de Armas . Dort besichtigten wir die Kirche , wo gerade eine Messe gehalten wurde . Weiter gings durch die Innenstadt in ein Einkaufszentrum, wo wir Wein und Bier einkauften , um dann zu Claudia nachhause zu gehen . So saßen wir bis 1 Uhr nachts in einem Hochhaus im 8 Stock und tranken Bier und Wein ,einfach nur witzig . Dann nahmen wir uns ein Taxi und fuhren in unser Hostal . Am nächsten morgen als wir frühstückten , kam die Besitzerin und erzählte uns , dass ihre Tochter in Deutscland in Karlsruhe studiert hat . Nachdem wir ihr erklärt hatten , dass wir ganz in der Nähe von Karlsruhe leben , rief sie sofort ihrer Tochter an und Martin musste mit ihr telefonieren. Am nächsten Tag wollten wir weiter nach La Serena 12 Stunden Fahrt, so entschlossen wir uns den Nachtbus 22.30 Uhr zu nehmen. Da wir den ganzen Tag Zeit hatten besichtigten wir noch eine Ruine und gingen an der Strandpromenade entlang zur Fischhalle wo wir ein Fischmenü zu uns nahmen . Danach gings zurück zum Hostal , wo wir unser Gepäck holten und mit dem Bus zum Busterminal fuhren . Ab in den Bus und schlafen. 

Unterwegs nach Antofagosta

San Pedro de Atacama Chile

Morgens um 4 Uhr mussten wir aufstehen und kurz vor 5 gings los zu den Geisiren. Durch die Dunkelheit fuhren wir, zu sehen waren nur die Lichter von anderen Jeeps , die den gleichen Weg hatten. Nach 1,5 Stunden kamen wir an auf 5000 m Höhe . Bitterkalt!! Aber wunderschön. Dann fuhren wir weiter zu den Thermen, wo man im heißen Wasser baden konnte , wer wollte. Wir verzichteten. Nach 1 Stunde fuhren wir zur Laguna Verde und weiter zur Grenze von Chile . Dort mussten wir umsteigen in den Bus nach San Pedro . In San Pedro , Passkontrolle und Gepäckkontrolle , ob wir Obst oder Gemüse einschleppen . Nach leichten Minusgraden am Morgen hatte es jetzt schon gut 20 Grad und nachdem wir Geld am Automaten geholt hatten, setzten wir uns erst einmal in ein Kaffee und tranken und aßen was . 2 Stunden später machten wir uns auf die Suche nach einem Hostal , das wir auch schnell fanden. Einfach aber die Besitzer einfach nur witzig. So günstig wie Peru und Bolivien von Übernachtung und Essen war , fast doppelt so teuer ist Chile. Wir haben uns entschieden mal 3 Tage hier zu bleiben um mal auszuschlafen und nichts zu tun . Morgen fahren wir nach Antofagasta am Meer . 

La Paz-Uyuni

Für den nächsten Tag hatten wir die Weiterfahrt nach Uyuni schon gebucht,sowie eine 2 Tagestour nach San Pedro de Atacarma in Chile . Wir hatten den ganzen Tag noch Zeit ,da wir wieder einen Nachtbus hatten ,von 10 Stunden Fahrt. Diesen Tag streichen wir!?😱Obwohl er hatte auch super positive Seiten. Es gibt einfach tolle Leute die einem aus der Patsche helfen. Danke . Abends um 8 Uhr gings los und morgens um 6 Uhr waren wir in Uyuni . Chaos pur!!! Gepäckverteilung und Verteilung nach den verschiedenen Agenturen für die Tour . Abmarsch zu einem Kaffee wo man frühstücken konnte . Die Tour ging schließlich um 11 Uhr los . Wir waren zu siebt in unserem Jeep. Außer uns zwei waren 5 junge Spanier in unserem Jeep. Ich war zufrieden, doch Martin meinte hätten ja auch 5 Spanierinnen sein können 😂. Wie sich herausstellte waren wir eine super Truppe und hatten viel Spaß. Die Jungs sprachen alle gut englisch und einer sprach zusätzlich deutsch , so hatten wir unsere Dolmetscher dabei . So fuhren wir zuerst zum Eisenbahnfriedhof. Eisenbahnwaggons die mehr als 100 Jahre nicht mehr in Betrieb sind und vor sich hin rosten.Danach fuhren wir zur Salzwüste . Eine Wüste die etwa doppelt so groß ist wie der Bodensee und auf 3800 m Höhe liegt . Da Regenzeit ist, steht das Wasser teilweise auf dem Salz .Wenn man mit dem Jeep darüberfährt , fühlt es sich an , als ob man durch Matschschnee fährt . Gigantisch wohin man schaut nur weiß , in der Ferne Berge . Als Erstes machten wir stop , bei kleinen sprudelnden Wasserstellen . Das passiert anscheinend wo Salzwasser auf Süßwasser trifft . Danach fuhren wir zum Salzhotel . Ein Hotel (inzwischen Museum ) wo alles aus Salzblöcken gebaut ist . An einem Tisch aus Salz sowie Stühle aus Salz bekamen wir Mittagessen. Danach gings weiter in die Wüste wo man tolle Aufnahmen machen kann . Ja dann war auch schon Zeit um zu unserem Hostal zu fahren, denn dazu benötigten wir noch 2 Stunden. Dort angekommen wurden die Zimmer verteilt und eine Liste zum Dusche   n( Preis für Dusche 5 Minuten ca. 1,50 € )  . So wussten wir 20 Uhr können wir duschen. Danach gabs Abendessen sodass wir gegen 21 Uhr schlafen gehen konnten , denn am nächsten Morgen mussten wir um 6 Uhr beim Frühstück sein . Abfahrt 7 Uhr. Nach dem Aufstehen gingen wir raus und siehe da im Teich stand ein Jeep,zum Glück nicht unserer. Schnell wurde ein Bagger geholt und der Jeep wurde rausgezogen. 

Am zweiten Tag fuhren wir durch Sand – und Steinwüste. Immerwieder kamen wir zu Lagunen , jede in einer anderen Farbe. Doch in jeder Lagune leben Flamingos und andere Vögel. Die Berge ringsherum sind kahl, doch sieht man alle Farbtöne von braun , gelb , grün, rot und blau . Gegen 15 Uhr fuhren wir zu unsere nächsten Unterkunft . Gott sei dank nur für eine Nacht. Im Niemandsland, Dusche gabs nicht , Bett gemauert und etwas wie eine Matratze plus Wolldecke, wie gut dass wir unsere Seidenschlafsäcke haben 👍

Bolivien

Natürlich wieder früh morgens um 7 Uhr gings weiter nach Copacabana in Bolivien. Man sagte uns 3-4 Stunden (oder länger)  je nachdem,wie lange man über die Grenze braucht. Im Bus erhielten wie erst Ausreisedokumente für Peru , dann Einreisepapiere für Bolivien sowie die Liste für die Anwesenheit im Bus. Wir hatten Glück und kamen zügig durch die Kontrolle. Während der Fahrt regnete es dauerhaft, doch als wir an der Copacabana ankamen, nieselte es nur noch. Nachdem wir ein Zimmer gefunden hatten , kam auch schon die Sonne heraus und es wurde herrlich warm. So gingen wir erst mal Kaffee trinken am Strand . Es wurde ein herrlicher Tag ,Sonne pur. Am Abend gingen wir in ein schönes Lokal essen , wo man eine herrliche Aussicht über die Bucht hatte . Das Essen war hervorragend, leider kam ein Gewitter auf , so dass wir uns gleich nach dem Essen auf den Heimweg machten. Kaum waren wir zuhause,schütte es. Morgens machten wir uns auf , um ein Ticket nach La Paz zu kaufen und es regnete immer noch. So fuhren wir um 10 Uhr weiter nach La Paz. Dauerregen während der Fahrt, 4 Stunden. La Paz nur der Name , wie stellt man sich so eine Stadt vor ? Groß , lebhaft, chaotisch. Ein Verkehr unglaublich!Dass nicht ständig ein Unfall passiert oder jemand überfahren wird ein Wunder . Verkehrsregeln  gibt es keine, Straße überqueren , wenn die Menge losläuft einfach mit . Habe noch nie so eine steile Stadt gesehen , in den Berg gebaut Haus an Haus .Durch die Höhe ist immer anstrengend sich fortzubewegen. Damit der Verkehr in der Stadt entlastet wird gibt es Gondeln. Zur Zeit sind 2 Bahnen im Einsatz. Geplant ist ein ganzes Netz. Da wir einen Blick über die Stadt wollten sind wir nach Alto gefahren und zurück, da wir gewarnt wurden zu gefährlich.Zumindest hatten wir uns ein schönes B&B rausgesucht , mitten in der Stadt, aber sehr ruhig. La Paz hat ca. 1,8 Mio. Einwohner, dazu kommt noch Alto wo man nur schätzen kann , dass etwa die gleiche Menge lebt . Die best Zeit sich zu bewegen ist morgens vor 8 Uhr , da ist die Stadt noch verschlafen . Haben ein schönes Kaffee entdeckt wo es wirklich guten Cappuccino gab und gleich daneben ein kleines Lokal zum Mittagessen . 3 Tage hatten wir gebucht. Den ersten Tag zum Einleben , den zweiten Tag zum Fahrrad fahren und den dritten zum weiterreisen . So kam der zweite Tag und wir gingen Fahrrad fahren zur Death Road . Eine Down Hill Tour die bei 4750 m Höhe beginnt und bei 1200 m endet. Wie immer gings früh morgens los . Raus aus La Paz hoch in die Berge und da lag Schnee . So mussten wir unsere Tour ein Stück weiter unten beginnen. Erst wurden Regenkleidung, Helme und Handschuhe verteilt, dann die Fahrräder. Danach gab es eine Einweisung über die Handhabung der Fahrräder und die Regeln auf der Fahrbahn . Dann gings los . Immer rechts halten, vor Kurven nicht überholen und immer die Bremsen im Griff haben. So fuhren wir auf asphaltierter Straße ungefähr 20 km , außer als ein Tunnel kam mussten wir außen herumfahren, denn die Tunnels sind nicht beleuchtet. Dann kamen wir an der Death Road an . Es gab eine neue Einweisung, denn auf dieser Straße muss der abwärts fahrende auf der linke Seite fahren , das heißt nicht am Berg , sondern beim Abgrund.Doch was für eine Straße?  Jeder Feldweg bei uns ist ein Traum. Es wurde uns auch erklärt , dass wir größeren Steine ausweichen oder einfach darüber fahren sollen. Los gings. Nochmal ca. 30 km über Stock und Stein. Durch kleine Bäche , unter Wasserfällen hindurch bei atemberaubend Landschaft. Einfach nur toll. Unten angekommen gab es erstmal ein Bier . Nach einer Dusche und einem Essen gings zurück nach La Paz. 

Cusco-Puno

Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten,blieb uns der ganze Tag noch in Cusco,da wir mit dem Nachtbus um 22 Uhr erst weiter fuhren nach Puno. Leider war der Tag sehr durchwachsen und es regnete immer wieder. Doch sobald die Sonne herauskam war es herrlich und wir verbrachten sie mit Coffee To Go , auf der Plaza de Armas. Dort wird es nie langweilig . So viele verschiedene Leute,alle Nationen und man kommt immer mit jemandem ins Gespräch. Das einzigste was nervt sind die vielen Verkäufer und Schuhputzer. 

Am Abend gings dann mit dem Bus, 7 Stunden Fahrt nach Puno am Titicacasee . 5 Uhr morgens kamen wir an. Mit dem Taxi zum Hostal wo wir auch gleich unser Zimmer beziehen konnten. Doch wir buchten gleich eine Bootsfahrt zu den Uros und Isla Taquile die um 7 Uhr losging. So frühstücken wir noch , los gings. Zuerst zu den Uros. Die Uros sind ein Volk, die auf dem Titicacasee auf Schilfinseln leben. Sie leben vom Fischfang,Enten und deren Eiern sowie vom Schilf ( dass wir auch probieren durften ). Es war schon komisch auf dem Schilf zu laufen. Ich glaube jeder hat schon vom Titicacasee gehört, für mich war klar Südamerika,doch über die Größe und die Höhenlage habe ich mir keine Gedanken gemacht. Höhe über NN 3809 m , Ausdehnung 8592 qkm , Länge 176 km , Breite 70 km . Danach fuhren wir zur Isla Taquile. Auf dieser Insel leben Bauern die verschiedene Gemüse anbauen. Es gibt keine Fahrzeuge,keine Alpakas und keine Hunde (in Peru undenkbar) auf dieser Insel. Wir kamen an und unser Guide sagte uns , dass wir uns in 45 Minuten auf dem Dorfplatz treffen , 150 Höhenmeter Unterschied , also bei fast 4000 m . Außer Atem kamen wir an und als alle da waren gings zum Mittagessen. Es gab Quinoasuppe und Forelle mit Reis. Danach liefen wir noch 1 Stunde über die Insel,aber eben und abwärts. Nach 3 Stunden Rückfahrt die wir verschlafen haben,waren w zurück in Puno. Dort war ein riesiges Festival. Musikgruppen und tanzende Menschen zogen durch die Straßen und teilweise war kein durchkommen möglich. Am nächsten Tag machten wir es uns gemütlich und schlenderten am Titicacasee entlang und durch Puno. 

Machu Picchu

Nach 6 Stunden Fahrt mit Pause sind wir an der Stadtion Hidroelectrica angekommen,von wo aus man mit dem Zug fahren kann oder die letzten 10 km zu Fuß zurücklegen kann. Wir entschieden uns zu Fuß und zogen als 6 er Gruppe mit 4 jungen Männern los. Zuerst gings ein Stück den Schienen entlang und dann ab in den Urwald. Ein kurzes Stück gings bergauf aber man merkte dann doch dass hier Regenzeit ist, der Boden war doch aufgeweicht und rutschig. Außerdem liegt Machu Picchu nur auf 2400 m Höhe . Das Klima war subtropisch, sodass wir gleich ins Schwitzen kamen. Nach dem Aufstieg gings den Schienen entlang oder auf den Schienen , weil die vorgesehenen Wege oft überschwemmt waren. Herrlich rechts der Fluss und links Urwald, Bananenstauden ,Orchideen einfach toll. Leider fing es nach 1 Stunde an zu regnen und wir hatten noch 1-2 Stunden zu laufen. Alles war durchnässt und das Laufen wurde immer schwerer. Da wir erst um15.30 Uhr losgingen mussten wir uns auch beeilen da um 18 Uhr dunkel ist. Der Weg nahm kein Ende,nach jeder Kurve  hofften wir auf ein Haus ,dass wir endlich in Aguas Calientes  sind. Gefühlte Stunden später hatten wir unser Ziel endlich erreicht. So jetzt nur noch unser Hotel finden. Wieder gings nur bergauf und natürlich war das letzte Hotel unsers. Der erste Weg unter die Dusche und trockene Kleidung. Danach kam unser Guide und schickte uns zum Busticket kaufen zu Machu Picchu. Hätten auch um 4 Uhr morgens hochlaufen können. Doch wir entschieden uns hochfahren,runter laufen. Zum Hochlaufen benötigt man ungefähr 1,5 Stunden und die Führung ging um 6 Uhr los. Am nächsten Morgen mussten wir uns um 5 Uhr anstellen für den Bus der 5.30 Uhr losfuhr. Außer uns standen in der Schlange hunderte andere Leute. Dann Kontrolle Busticket,nächste Kontrolle Eintrittsticket Machu Picchu +Passkontrolle.Ein Bus nach dem anderen kam und wir wurden hochgefahren ca.20 Minuten. Als wir dann um 6 Uhr am Ziel waren wurde es langsam hell.Noch eine Kontrolle von Passport und Ticket und endlich durften wir Machu Picchu betreten. Der erste Blick über das Gelände nur beeindruckend. Die Sicht war klar nur die umliegenden Berge lagen alle im Nebel. Wahnsinn diese terrassenförmigen Anlagen,die präzise Baukunst der noch vorhandenen Gebäude und die Ausrichtung nach Sonne ,Mond und Himmelsrichtungen. Man kann es nicht alles beschreiben muss man gesehen haben. Gegen 9 Uhr zogen die Wolken von den Bergen herunter und machten uns auf den Rückweg. Fast 1 Stunde Abstieg mit Pause (nur Treppen) und dann unsere Etappe vom Vortag zurück, begleitet von bunten Schmetterlingen und kleinen grünen Papageien .Am Ziel angekommen verschwitzt und hungrig genehmigten wir uns erst ein Menü,Suppe +Hauptgang. Nach 6 Stunden Busfahrt zurück nach Cusco, waren wir k.o. , aber froh diesen Trip getan zu haben.